Karussel

Die Waldeidechse

Ihre Erkennungsmerkmale: ein schlanker Körperbau, ein länglicher Kopf und ein schmaler Rückenstreifen.

Die Zauneidechse

Ihre Erkennungsmerkmale: der kräftiger Körperbau, ein breiter, dunkler Rückenstreifen und (bei Männchen) die leuchtend grüne Farbe.

Die Blindschleiche

Ihre Erkennungsmerkmale: ein schlangenähnliches Aussehen mit unauffällig braun-grauer Färbung.

Die Ringelnatter

Ihr Erkennungsmerkmal: die gelb-schwarze Hinterkopfzeichnung.

Die Erdkröte

Ihre Erkennungsmerkmale: eine warzige, einheitlich gefärbte Haut und Augen mit Bronze- bzw. Kupferfärbung.

Die Kreuzkröte

Ihre Erkennungsmerkmale: eine gelbe Rückenlinie und auffallend gelb-grüne Augen.

Der Moorfrosch

Seine Erkennungsmerkmale: ein helles Rückenband mit zwei parallel dazu verlaufenden hellen Drüsenleisten.

Der Grasfrosch

Seine Erkennungsmerkmale: eine variable Färbung, aber ohne breiten hellen Rückenstreifen.

Der Teichfrosch

Sein Erkennungsmerkmal: die (teilweise) grüne Färbung.

Der Teichmolch

Seine Erkennungsmerkmale: der behäbig schreitende Gang und der seitlich zusammengedrückte Schwanz.
(© Andreas Klinge)

Wie erkennt man die Waldeidechse?

Die Waldeidechse hat einen schlanken Körperbau und einen länglichen, spitz zulaufenden Kopf. Die Färbung variiert zwischen braun und grau. Noch stärker variiert die Zeichnung der Art. Vor allem Weibchen weisen häufig auf dem Rücken mittig eine dunkle und seitlich je eine helle Linie auf, die auch unterbrochen sein können. Bei Männchen sind diese Rückenlinien häufig nur noch fragmentarisch vorhanden, wobei auf dem Rücken und an den Körperseiten dann Fleckenmuster dominieren. Sie hat niemals auffallend grüne Körperflanken und niemals ein breites dunkles Rückenband.

Wo findet man die Waldeidechse?

An warmen Tagen lässt sich die schnelle und flinke Waldeidechse häufig nur kurz beobachten, bevor sie im Gras oder in einem Versteck Schutz sucht. An kühlen Tagen bzw. früh morgens oder abends kann man die Waldeidechse jedoch sehr häufig auf Zaunpfählen oder an Wegrändern sitzen sehen, wo sie sich aufwärmt. Dann lässt sie sich besonders gut beobachten!

Kann die Waldeidechse verwechselt werden?

Ja, es besteht Verwechslungsgefahr mit der (allerdings deutlich selteneren) Zauneidechse.

Du hast eine Waldeidechse gesehen?

(© Andreas Klinge)

Wie erkennt man die Zauneidechse?

Mit ihrem kräftigen Körperbau und dem großen, breiten Kopf erinnert die Zauneidechse an einen kleinen „Drachen“. Zwischen Frühjahr und Frühsommer nehmen die Männchen am Kopf und an den Flanken eine unverwechselbare leuchtend grüne Färbung an. Die Weibchen sind mit ihrer grau-braunen Grundfärbung hingegen deutlich unscheinbarer. Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist ein breiter, dunkler (braun bis schwarzer) Rückenstreifen (manchmal zu „Querbändern“ unterbrochen), der links und rechts jeweils von einem hellen Streifen eingefasst ist. In der Mitte des Streifens verläuft eine weiße Linie, die allerdings sehr häufig auch in Punkte oder Strichel aufgelöst sein kann. Bei beiden Geschlechtern sind auf den Flanken häufig große, dunkle bis schwarze Flecken mit einem weißen Kern zu beobachten, die sich beim Männchen zur Paarungszeit allerdings grünlich verfärben.

Wo findet man die Zauneidechse?

Die Zauneidechse ist in St. Peter-Ording selten geworden. Sie bevorzugt besonnte, windgeschützte Dünen, die ein Mosaik aus Heide, Gräsern und offenen Sandstellen aufweisen. Die jüngsten Nachweise der Zauneidechse in St. Peter-Ording stammen aus den Dünengebieten im Bereich Ording.

Kann die Zauneidechse verwechselt werden?

Ja, es besteht Verwechslungsgefahr mit der Waldeidechse.

Du hast eine Zauneidechse gesehen?

(© Christian Winkler)

Wie erkennt man die Blindschleiche?

Die Blindschleiche ist eine fast unverwechselbare Reptilienart in St. Peter-Ording. Trotz ihrer Ähnlichkeit mit einer Schlange gehört diese Art nicht zu den Schlangen, sondern zu den Echsen. Das schlangenähnliche Aussehen entsteht durch zurückgebildete Extremitäten. Sie besitzt eine unauffällige, braun-graue Färbung (manchmal auch Bronze- oder Kupfertöne) und ihr Kopf ist nicht klar vom Rumpf abgesetzt. Blindschleichen erreichen eine Körperlänge von 30-40 cm.

Wo findet man die Blindschleiche?

In St. Peter-Ording wurde die Blindschleiche bisher in den binnendeichs gelegenen Dünen bzw. Waldflächen nachgewiesen. Sie lebt sehr versteckt und kann am ehesten bei schwül-warmen Wetter oder nach Regenschauern gefunden werden. Unter Umständen findet man versteckte Blindschleichen auch durch vorsichtiges Umdrehen von umherliegenden Brettern, Ästen bzw. kleinen Stämme (Hölzer danach bitte wieder vorsichtig in dieselbe Position zurücklegen). Leider findet man in Straßennähe häufig überfahrene Tiere, da Blindschleichen durch ihre glatten Bauchschuppen asphaltierte Straßen nur schwer überqueren können.

Kann die Blindschleiche verwechselt werden?

Die Ringelnatter hat ebenfalls ein schlangenähnliches Aussehen. Man kann sie jedoch anhand ihrer Färbung sehr gut von der Blindschleiche unterscheiden.

Du hast eine Blindschleiche gesehen?

(© Christian Winkler)

Wie erkennt man die Ringelnatter?

Ein unverkennbares Merkmal der Ringelnatter ist die gelbe und schwarze Hinterkopfzeichnung. Bei älteren oder vollständig schwarzen Tieren kann diese Zeichnung jedoch fehlen. Zusätzlich sind der gut erkennbare Kopfansatz und die großen Kopfschilder ein deutliches Erkennungsmerkmal. Der restliche Körper ist in der Regel hell-/dunkelgrau bis bräunlich gefärbt und weist manchmal dunkle Flecken auf dem Rücken und den Seiten auf. Die Unterseite ist hingegen hell gefärbt. Ausgewachsene Tiere der Ringelnatter erreichen eine Größe zwischen 55 und max. 120 cm. Angst braucht man vor dieser Schlange nicht zu haben – das Gift der Ringelnatter ist für Menschen ungefährlich.

Wo findet man die Ringelnatter?

Die Ringelnatter wurde schon zwei Mal in St. Peter-Ording gesehen und ist damit die einzige, dort bisher nachgewiesene Schlangenart. Als Lebensraum bevorzugt sie feuchte Gebiete und ist daher insbesondere im Umfeld von Tümpeln, Gräben oder feuchten Senken zu finden. Zudem ist eine üppige Vegetation wichtig, damit sich die Ringelnatter verstecken kann.

Kann die Ringelnatter verwechselt werden?

Obwohl sie keine Schlange ist, hat die Blindschleiche ebenfalls ein schlangenähnliches Aussehen. Man kann sie jedoch anhand ihrer Färbung sehr gut von der Ringelnatter unterscheiden.

Du hast eine Ringelnatter gesehen?

(© Christian Winkler)

Wie erkennt man die Erdkröte?

Die Erdkröte ist auf Grund ihrer warzigen Haut leicht zu erkennen. Die Oberseite der Erdkröte hat meist eine eher einheitliche Färbung, die zwischen grau-braun und oliv variieren kann. Besonders hervorstechend sind die bronze- oder kupferfarbenen Augen mit waagerechten Pupillen und die deutlich hervortretenden, länglichen Drüsenleisten hinter den Augen. Erwachsene Tiere erreichen eine Gesamtlänge zwischen 6 und 10 cm. Zusätzlich kann man die Männchen im Frühjahr während der Laichzeit mit etwas Glück hören: Ihr Ruf ist eher leise, da Erdkröten keine Schallblase besitzen, und erinnert an einen „öök öök ökk“-Laut.

Wo findet man die Erdkröte?

Die Erdkröte ist in St. Peter-Ording ein häufiger Bewohner der Salzwiesen und Dünen und kann daher regelmäßig auf den vielen Wanderwegen in St. Peter-Ording beobachtet werden.

Kann die Erdkröte verwechselt werden?

In St. Peter-Ording lebt neben der Erdkröte auch die Kreuzkröte. Hier besteht Verwechslungsgefahr!

Du hast eine Erdkröte gesehen?

(© Annkatrin Weber)

Wie erkennt man die Kreuzkröte?

Die Kreuzkröte erkennt man sehr gut an ihrer grau-grünen Oberseite mit kleinen grauen und rötlichen Flecken und einer markanten gelben Rückenlinie. Ein gutes Merkmal sind zudem die auffallend gelb-grünlichen Augen mit waagerechter Pupille. Die Kreuzkröte erreicht eine Größe von 6 bis 8 cm. Vor allem im April und Mai kann man diese Art auch sehr gut hören: In nicht zu kalten Nächten ist der laute, schnarrende Paarungsruf („ärrrrärrrrrärrrr“) der Männchen noch aus einer Entfernung von mehr als einem Kilometer zu hören.

Wo findet man die Kreuzkröte?

Die Kreuzkröte bewohnt die Salzwiesen und Dünen von St. Peter-Ording. Mit etwas Glück sieht man diese Tiere zwischen April und September, wenn sie über Wanderwege oder den Deich laufen (Kreuzkröten hüpfen nicht!).

Kann die Kreuzkröte verwechselt werden?

In St. Peter-Ording lebt neben der Kreuzkröte auch die Erdkröte. Hier besteht Verwechslungsgefahr!

Du hast eine Kreuzkröte gesehen?

(© Christian Winkler)

Wie erkennt man den Moorfrosch?

Moorfrösche gehören zu den Braunfröschen und haben entsprechend eine hell- bis dunkelbraune Grundfärbung. Ein häufig auftretendes, markantes Merkmal ist ein (jedoch nicht immer vorhandenes) scharf abgegrenztes helles Band in der Rückenmitte sowie parallel dazu zwei helle, hervorgehobene Drüsenleisten. Die Flanken zwischen den Beinen sind meist dunkel gefleckt. Die Schnauze des Moorfroschs läuft (aus seitlicher Perspektive) spitz zu und ist relativ kurz. Im Frühjahr kann man zudem eine Besonderheit beobachten: Viele (aber nicht alle) Männchen färben sich während der Laichzeit für einige Tage am gesamten Körper blau (besonders bei Sonnenschein). Zusätzlich zur Färbung versuchen die Männchen die Weibchen auch durch ihre leisen, glucksenden Rufe („wuop wuop wuop“ in rascher Folge) anzulocken (erinnert an eine leere Flasche, die man unter Wasser hält).

Wo findet man den Moorfrosch?

Der Moorfrosch ist eine küstentypische Art, die bundesweit auf der Roten Liste geführt wird. Umso schöner ist es, dass diese Art in den Salzwiesen von St. Peter-Ording noch regelmäßig beobachtet werden kann. Insbesondere im Frühjahr und Sommer sieht man die 4-7 cm großen Frösche immer wieder entlang des Deichs bzw. auf den Wanderwegen. Zudem lebt diese Art auch in den Marschgräben östlich von St. Peter-Ording.

Kann der Moorfrosch verwechselt werden?

Ja, es besteht Verwechslungsgefahr mit dem Grasfrosch.

Du hast einen Moorfrosch gesehen?

(© Monika Povel)

Wie erkennt man den Grasfrosch?

Der 7-9 cm große Grasfrosch ist auf seiner Oberseite sehr variabel gefärbt (braun, rotbraun oder auch gelbbraun) und hat auf dem Rücken häufig mehr oder weniger stark ausgeprägte dunkle Flecken, wobei im Gegensatz zum Moorfrosch große Flecken zwischen den Vorder- und Hinterbeinen fehlen. Zusätzlich ist die Schnauze des Grasfrosches aus seitlicher Perspektive winklig und stumpf, während sie beim Moorfrosch eher rundlich ist und spitz zuläuft. Im Gegensatz zum Moorfrosch fehlt zudem ein breiter heller Streifen auf dem Rücken. Während der Laichzeit färben sich die Männchen des Grasfroschs manchmal blau, jedoch nur an der Kehle, während sich die Moorfroschmännchen komplett blau färben. Auch ihr Ruf unterscheidet sich vom Moorfrosch und erinnert an ein leises, tiefes Knurren, unterbrochen durch lange Pausen.

Wo findet man den Grasfrosch?

Bisher gibt es nur wenige Nachweise des Grasfroschs aus St. Peter-Ording. Diese stammen überwiegend aus dem Vorland. Ein möglicher Grund für die geringe Anzahl an Nachweisen: die große Ähnlichkeit zum Moorfrosch. Es gibt jedoch einige gute Merkmale, um die beiden Arten unterscheiden zu können.

Kann der Grasfrosch verwechselt werden?

Ja, es besteht Verwechslungsgefahr mit dem Moorfrosch.

Du hast einen Grasfrosch gesehen?

(© Christian Winkler)

Wie erkennt man den Teichfrosch?

Seine zumindest teilweise vorhandene grüne Farbe verrät es – der Teichfrosch gehört zu den Grünfröschen, zu denen auch der Kleine Wasserfrosch und der Seefrosch gehören. Tatsächlich ist der Teichfrosch eigentlich keine eigenständige Art, sondern eine Mischform aus Kleinem Wasserfrosch und Seefrosch. Die Unterscheidung zwischen den drei Formen ist nur durch Fachexperten möglich. Verwechslungsgefahr besteht in St. Peter-Ording trotzdem nicht, da hier bisher nur der Teichfrosch nachgewiesen worden ist. Ein weiteres, gutes Erkennungsmerkmal ist ihr Ruf: Männliche Teichfrösche erzeugen mit ihren zwei seitlichen, weißen Schallblasen ein knurrendes Quaken. Das Quaken ist auch tagsüber häufig zu hören.

Wo findet man den Teichfrosch?

Es ist bekannt, dass der Teichfrosch insbesondere in den größeren Gewässern (z.B. den Strandseen im Bereich Ording und den Karpfenteichen im Ortsteil Böhl) zu finden ist. Häufig trifft man ihn aber auch im Siedlungsbereich in Gartenteichen an.

Kann der Teichfrosch verwechselt werden?

Hat der Frosch eine eindeutig grüne Färbung? Dann gibt es keine Verwechslungsgefahr.

Du hast einen Teichfrosch gesehen?

(© Andreas Klinge)

Wie erkennt man den Teichmolch?

Der Teichmolch ist insbesondere an seinem Gang zu erkennen: statt schnell zu flüchten, schreitet er behäbig davon. Ein weiteres gutes Erkennungsmerkmal ist der seitlich zusammengedrückte Schwanz. Von Kopf bis Schwanzspitze erreichen die Tiere eine Gesamtlänge von 6-9 cm. Die Farbe der Körperoberseite kann zwischen oliv, braun und ocker variieren. Männchen haben zusätzlich dunkle Flecken und zur Paarungszeit einen von Kopf bis Schwanzspitze durchgehenden Kamm, der jedoch nur unter Wasser gut zu sehen ist. Die Unterseite der Tiere ist teilweise (blass) orange gefärbt und weist immer große schwarze Flecken auf.

Wo findet man den Teichmolch?

Der Teichmolch wurde in St. Peter-Ording bisher ein einziges Mal sicher nachgewiesen. Vermutlich wurde die Art zuvor übersehen, sodass es noch weitere Vorkommen geben könnte. Der Teichmolch stellt nur geringe Ansprüche an seinen Lebensraum und könnte in St. Peter-Ording daher in Dünen, Wäldern, Gärten und im Vorland vorkommen, sofern dort geeignete Fortpflanzungsgewässer vorhanden sind.

Kann der Teichmolch verwechselt werden?

Aus der Ferne kann der Teichmolch am ehesten mit der Waldeidechse verwechselt werden.

Du hast einen Teichmolch gesehen?