Auf Dünentour mit dem Projektteam

Wir waren mit dem Projektteam in den Dünengebieten von St. Peter-Ording unterwegs. Anlass war ein Treffen aller Projekt- und Kooperationspartner des Projektes „Sandküste“. Thema der Exkursion war u.a. die Hochwasserschutzfunktion der Düne Maleens Knoll und die geomorphologische Entwicklung der Dünen und der Sandbank. Dabei haben wir auch bei unseren Eidechsen-Verstecken vorbeigeschaut, die wir zur Untersuchung des Zauneidechsen-Bestands angelegt haben.

Dünenexkursion mit dem Projektteam (© Jannes Fröhlich)

Einblicke in die Käferwelt

Die Dünen von St. Peter-Ording sind ein wichtiger Lebensraum für Insekten, u.a. für die sehr artenreiche Tiergruppe der Laufkäfer. Laufkäfer tragen ihren Namen auf Grund ihrer langen, kräftigen Beine, mit denen sie sich geschickt z.B. über Dünensand fortbewegen können.

Seit Mai 2021 untersuchen wir, unterstützt durch einen externen Kartierer, das Vorkommen von Laufkäfern in den Dünen von St. Peter-Ording. Durch dieses Monitoring bestimmen wir, welche Arten in den Dünengebieten von St. Peter-Ording aktuell sowie nach einer weiteren Erfassung im Jahr 2026 vorkommen. So soll später der Erfolg der Naturschutzmaßnahmen des Projekts in den Dünen beurteilt werden.

Sandlaufkäfer (© Annkatrin Weber)

Sie haben Fragen oder Hinweise zur Erfassung von Pflanzen und Tieren in St. Peter-Ording? Dann schreiben Sie uns über das Kontaktformular.

06.07.2021 © Projekt Sandküste St. Peter-Ording | Text: Annkatrin Weber

Freiwilligen-Aktionen zur Eindämmung des invasiven Japanknöterichs

In der Natur von St. Peter-Ording verbreiten sich zunehmend standortfremde Pflanzenarten. Einige dieser Arten, beispielsweise der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica), breiten sich so stark aus und verdrängen heimische Arten, dass sie eine Gefahr für den Erhalt der heimischen Biodiversität in St. Peter-Ording darstellen.

Seit Juni 2021 bekämpfen wir zusammen mit einer Gruppe aus Freiwilligen den Japanknöterich im Dünenwald von St. Peter-Ording. Eine vollständige Entfernung gilt als schwierig, da der Japanknöterich einen ausgedehnten, mehrere Meter tief reichenden Wurzelstock (Rhizome) besitzen kann und so immer wieder neu austreibt. Daher soll der Japanknöterich zunächst durch wiederholtes Ausreißen in seiner Ausbreitung eingedämmt werden. Dabei ist Vorsicht geboten: aus Bruchstücken der oberirdischen Pflanzenteile können neue Pflanzen entstehen, wodurch der Japanknöterich auch leicht versehentlich in noch nicht betroffene Gebiete „verschleppt“ werden kann. In den nächsten Jahren soll die Bekämpfung fortgesetzt und zusätzlich weitere Methoden erprobt werden, um den Japanknöterich in St. Peter-Ording langfristig zurückzudrängen.

© Annkatrin Weber

Sie möchten mithelfen und uns aktiv bei unseren Naturschutzarbeiten unterstützen?

Dann melden Sie sich bei uns über unser Kontaktformular oder schreiben Sie uns eine E-Mail an projekt(at)sandkueste-spo.de!

12.06.2021 © Projekt Sandküste St. Peter-Ording | Text: Annkatrin Weber

Bestandsaufnahme im Dünenwald – Auf der Suche nach Jungeichen

Der Dünenwald ist ein wichtiger Bestandteil der Küstenlebensräume von St. Peter-Ording. Langfristig soll der bestehende artenarme Wald mit vielen Nadelhölzern in einen klimaangepassten und für die Dünen typischen Eichenmischwald umgebaut werden. Dafür ist es wichtig, dass junge Eichen besser heranwachsen und einen höheren Anteil im Bestand erreichen.

Der Revierförster Patras Scheffler untersucht eine Jungeiche
© Annkatrin Weber

Im April und Mai 2021 untersuchen wir in den Dünenwäldern von St. Peter-Ording, wie viele Jungeichen auf den Flächen bereits heranwachsen und in welchem Zustand diese sind. Erste Auswertungen verdeutlichen, dass gegenwärtig nur wenige Jungeichen auf den Flächen zu finden sind und dass diese es auf Grund des hohen Rehwildbestandes (Verbiss der Triebe) nur selten schaffen, über eine Höhe von 50 cm hinauszuwachsen und daher kaum konkurrenzfähig sind. Im Projekt „Sandküste“ bringen wir daher – auch mit Hilfe der Eichelhäher – Eichensaatgut aus und schützen Jungeichen mit Wuchshüllen, um so einen langfristigen Waldumbau zu unterstützen.

Mai 2021